Barletta

Bei Barletta-Andria-Trani handelt es sich um 3 Städte, die benachbart liegen.
Barletta, ist mit rund 93.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Provinz. Andria hat etwa 97.000 Einwohner und liegt nur einen Katzensprung von Barletta entfernt.

Informationen über Barletta

Die Stadt Barletta wurde im 3. Jahrhundert v. Chr. gegründet. Damals trug sie noch den Namen Bardulos. Im Mittelalter war die Stadt Barletta eine normannische Festung und erlebte unter den Anjou-Plantagenet ihre Blütezeit. 1503 fand in Barletta eine italienisch-französische Auseinandersetzung statt.

Sie wurde später als Disfida di Barletta sehr bekannt. Im 2. Weltkrieg wurde die Stadt zum Schauplatz des italienischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus.

Ausflugsziele rund um Barletta

Die Hafenstadt Trani hieß im Altertum Turenum und ist mit rund 53.000 Einwohnern die kleinste Stadt. Sie liegt benachbart zu Barletta und Andria. Besonders wichtig ist hier die Meersalzgewinnung, die Papierindustrie sowie die Chemie- und Zementindustrie.

Die Stadt Andria wurde 1046 gegründet und war früher der Lieblingssitz des Kaisers Friedrich II. Er ließ hier im 13. Jahrhundert das imposante Castel del Monte erbauen. In dieser Stadt sollen zwei seiner insgesamt vier Ehefrauen begraben sein. In Andria befindet sich auch die Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert. Die sich im Inneren befindliche Krypta stammt jedoch aus dem 8. Jahrhundert und ist eine der bedeutendste Sehenswürdigkeit der Stadt.

Besonders wichtig war Trani in der Zeit der Kreuzzüge im 12. und im 13. Jahrhundert. Damals fuhren die Kreuzfahrer, wie auch die Kaufleute vor allem von Bari als auch von Trani in das Heilige Land. Hiervon zeugt die Kathedrale in Trani. Sie liegt unmittelbar am Meer.

Obwohl Trani die kleinste Stadt der Provinz ist, findet man hier die meisten Sehenswürdigkeiten der Region. So zum Beispiel das Kloster Colonna, die 6 Meilensteine der Via Traiana, die Kirche Ognissanti (Templerhospiz) sowie das Castello Svevo ein Bau Friedrich II von Hohenstaufen. Besonders interessant ist aber die Kathedrale San Nicola Pellegrino.

Die „weiße Kathedrale“ liegt direkt am Meer und besitzt eine Fassade die durch eine Bogenstellung gegliedert wird. In der unteren Zone des Portals fällt auf, dass hier „herumgestückelt“ wurde. Die Säulen des Portalvorbaus stehen auf einer nicht zu identifizierenden Plastik. Die obligatorische Löwenszene direkt am Eingang zeigt eine Kampfszene, die aller Wahrscheinlichkeit nach, eine symbolische Bedeutung hat. Die Brüstung des Treppenaufganges ist mit einem besonders schönen Ornamentband geschmückt. Die Kirche hat ein deutlich erhöhtes Querhaus und in ihrem Innern eine plastische Gliederung der Mauer.

Persönlichkeiten

Aus Trani stammt übrigens der Kanonist Goffredus de Trano der hier um das Jahr 1200 geboren wurde, eigentlich Jurist war und sein Studium in Bologna absolvierte. Er arbeitete später als Rechtsgelehrter in Neapel und wurde alsbald nach Rom berufen. Er starb mit etwa 45 Jahren in Lyon.
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