Catanzaro

In der Mitte der süditalienischen Stiefelspitze Italiens in der Region Kalabrien  zwischen dem ionischen und dem thyrrenischen Meer liegt Catanzaro. Auf einer Gesamtfläche von ca. 120 Quadratkilometern leben hier ca. 96.000 Catanzaresi, wie sich die Einwohner Catanzaros nennen.

Informationen über Catanzaro

Die Altstadt Catanzaros liegt auf einem Plateau unweit des Ionischen Meeres.  Hier befinden sich die Steilhänge des Flusses Fiumarella.

Im 10. Jahrhundert wurde die Stadt Catanzaro als byzantinische Festung gebaut. In dieser Zeit bot sie Schutz gegen sarazenische Überfälle. Trotz der vielen Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte und der verschiedenen Epochen blieb stets der Einfluss der Griechen spürbar.


Im 11. Jahrhundert führten orientalische Völker in Catanzaro die Kunst des Seidenspinnens ein, welche auch später von den Normannen übernommen wurde.
Die Stadt gelang um 1470 herum zu beachtlichem Wohlstand, denn die hier hergestellten Stoffe aus Seide und später auch aus Samt und Damast waren international sehr begehrt. Tragischerweise suchte im Jahre 1668 die Pest die Stadt heim, viele Einwohner starben.

Um 1800 herum wurde Catanzaro aufgrund des großzügig ausgebauten Schienennetzes zu einem Eisenbahnknotenpunkt Italiens. Dadurch konnte der Handel mit Weizen, Olivenöl und Wein wie der  „Lamezia“. erheblich wachsen.


Im Jahre 1970 wurde die Hauptstadt der Region Kalabrien schließlich von Reggio Calabria nach Catanzaro verlagert. Allerdings tagt noch heute in Reggio das Regionalparlament. Viele wichtige Behörden, die Regierung und ein Erzbischof haben jedoch ihren Sitz in der Hauptstadt.

Ausflugsziele rund um Catanzaro

Wer Bauwerke des 17./18.Jahrhunderts bevorzugt, der sollte einen Ausflug in das kleine Örtchen Squillace machen. Ferner sollte man bei der Gelegenheit nicht vergessen, einen Blick in das Museum für Kirchenkunst zu werfen.

Persönlichkeiten

Der Maler und Poet Mimmo Rotella wurde 1918 in Catanzaro geboren. Phonetische Gedichte und Artypo-Arbeiten machten ihn in Kennerkreisen bekannt. Er starb im Januar 2006 in Mailand, wo er die letzen Jahre seines Lebens verbrachte.

Ein weiteres Kind dieser Stadt ist der Biologe Renato Dulbecco. Er wurde im Februar 1944 geboren, erhielt 1975 zusammen mit zwei weiteren Medizinern den Nobelpreis für Medizin für ihre „Entdeckungen auf dem Gebiet der Wechselwirkungen zwischen Tumorviren und dem genetischen Material der Zelle“.
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