Insel Filicudi

Filicudi.jpgMit ihren Nachbarinseln gehört die Insel Filicudi zum Archipel der Liparischen Inseln im Tyrrhenischen Meer in Italien. Die kurz vor der Nordküste Siziliens liegende Insel gehört zur Provinz Messina und macht eine Fläche von 9,5 Quadratkilometern aus. Filicudi besteht hauptsächlich aus drei inaktiven Vulkankegeln, dem „Monte Fossa delle Felci“, der mit 774 Metern die höchste Erhebung der ganzen Insel ist.
Des Weiteren befindet sich hier der „Montagnola“ mit 383 Metern und der „Torrione“ mit 280 Metern, der mehr als 300.000 Jahre alt ist. Diese drei Vulkane prägen insgesamt das Landschaftsbild.

Der antike Name der Insel war „Phenicusa“, was daraus resultiert, dass sie sehr dicht mit Farn bewachsen war und ist. Neben dem charakteristischen Landschaftsbild ist die Insel von den vielen verschiedenen Kulturen, die hier einst gelebt haben sehr geprägt. Vor allem aber von den Kulturen der Griechen, Römern und Normannen.


Auf der Insel leben heute rund 350 Menschen, die überwiegend im südlichen Teil, in den Häfen „Filicudi Porto“, „Pecorini“ und „Valdichiesa“ zu Hause sind. Die Einnahmequelle der Insel setzt sich vor allem aus dem Tourismus und aus dem Fischfang zusammen.

Im Südosten der Insel schließt sich eine kleine Hochebene an sowie die Habinsel „Capo Graziano“. Sehenswert sind auch die vielen Grotten wie beispielsweise die „Grotta del Bue Marino“, die sich an der Südwestküste befindet. Einer Legende zufolge soll sie vor Urzeiten von Fabelwesen und Monstern bewohnt gewesen sein. Natürlich ist dies nur eine Geschichte, aber sehenswert ist die Grotte allemal, vor allem wegen des blauen Scheins, der in Kombination mit dem Lichtspiel der Sonnenstrahlen ein einzigartiges Naturerlebnis ist. An der Nordwestküste befinden sich die Felsklippen „Fortuna“, Notaro“, „Mitra“ und „Montenassari“ sowie die Felsnadel „La Canna“. Sie ragt 71 Meter aus dem Meer heraus und ist ein Eldorado für Extremkletterer, die aus aller Welt magisch von diesem Felsen angezogen werden.

Besonders Wassersportfreunde kommen auf dieser malerisch gelegenen Insel voll und ganz auf ihre Kosten. Tauchen, Schwimmen oder Schnorcheln gehört hier zu den Lieblingsbeschäftigungen der Touristen. Die Gewässer sind hier außerdem sehr fischreich und so findet man hier den Zuckerbarsch genauso wie Langusten. Überhaupt ist die Unterwasserwelt noch intakt und daher sehr sehenswert.

Allerdings können Sie hier auch hervorragend botanische Wanderungen vornehmen und die vielen Vögel beobachten. Drei Viertel der Insel stehen unter Naturschutz und bieten ausreichend Möglichkeit, der Natur ganz nah zu sein. Die Flora besteht überwiegend aus Blumen und Kräutern, wie Oleander, Myrte, Zyste, Heidekraut, Ginster, Stacheleichen, Rosmarin und Thymian.

Des Weiteren gibt es hier Olivenbäume und Weinreben, die jedoch in den letzten Jahren leider vernachlässigt und nicht mehr gepflegt wurden. Genießen kann man hier die stürmischen Frühlingswinde und die afrikanisch heißen Sommer. Dazu die traumhafte Aussicht in jede Himmelrichtung. Mehr als 260 Sonnentage im Jahr laden Sie hier recht herzlich ein.

Am besten genießen können Sie die Landschaft und das Meer bei einer Inselrundfahrt auf dem Boot.
Neben ganz viel Natur bietet Filicudi auch einiges an Sehenswürdigkeiten, wie die Barockkirche „Santo Stefano“ aus dem 17. Jahrhundert, die sich in „Valdichiesa“ befindet. Des Weiteren können Sie hier Überreste von 15 ovalen Bauten eines prähistorischen Dorfs auf „Capo Graziano“ bestaunen. 
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