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Insel Ischia Mit 46 Quadratkilometern ist Ischia die größte Insel am Golf von Neapel. In insgesamt sechs Gemeinden leben auf der Insel rund 70.000 Einwohner.
Besiedelt wurde die Insel bereits im 8. Jahrhundert v. Chr. von griechischen Kolonisten aus Chalkis und Eretria. Unter der Herrschaft der Römer hieß die Insel „Aenaria“. Im Jahre 831 errichteten muslimische Sarazenen hier einen Piratenstützpunkt. Ischia wurde in ihre Geschichte immer wieder von Erdbeben heimgesucht. So wurden im Jahre 1883 die Orte Casamicciola Terme und Lacco Ameno durch ein schweres Erdbeben zerstört. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs, allerdings geht dies nicht wie viele meinen auf der mit circa 790 Metern höchste Erhebung der Insel Monte Epomeo zurück. Zwar ist der Berg Epomeo auch vulkanischer Ursprung, ist allerdings ein Berg. Wer Zeit mitbringt, sollte unbedingt auf den Berg aufsteigen. Der Aufstieg des Berges wird mit einem wunderbaren und faszinierenden Ausblick belohnt. Sie können von hier aus bis nach Capri, Neapel und Ponza schauen. Wer sich den anstrengenden Aufstieg nicht zutraut, kann ein Maultier und einen Führer zur Hilfe nehmen. Der wirtschaftliche Mittelpunkt der Insel ist der Hafen „Ischia Porto“. Hier findet der wesentliche Fährverkehr zwischen der Insel und dem Festland statt. Erreichen können Sie Ischia nur mit der Fähre von Neapel oder Pozzuoli aus. Von hier aus fahren Fähren, Katamarane oder auch Tragflächenboote. Zudem ist der Hafen oftmals der Ausgangspunkt für viele Tagesreisen zu interessanten Ausflugszielen wie Neapel, Capri oder den Vesuv. Von Juni bis Ende September ist auf der Insel die Hauptsaison. Die durchschnittliche Temperatur in den Sommermonaten beträgt auf Ischia 32 Grad Celsius. Früher lebten die Einheimischen vor allem vom Weinbau, der heute nur noch traditionell in viele Ortschaften betrieben wird. Zudem war Ischia wegen seiner Korbflechterei bekannt. Diese Handwerkskunst wird bis heute ebenfalls nur noch aus der Tradition heraus betrieben. Heute bestehen die Haupteinnahmequellen aus der Fischerei und natürlich dem Tourismus. Mehr als fünf Millionen Besucher zählt die Insel jedes Jahr. Ein sehr beliebtes Touristenziel ist Ischia auch aufgrund der vielen Heilbäder. Aufgrund des vulkanischen Ursprungs und reiche Böden findet man in Ischia einen sehr hohen Artenreichtum. Eidechsen, Geckos sowie viele Schmetterlings- und Insektenarten sind hier zu Hause. Der Norden der Insel ist wesentlich dichter bewachsen. Das Mediterrane Klima lässt hier viele Kulturpflanzen wie Wein, Tomaten, Zitronen, Feigen, Granatäpfel und Datteln gedeihen. In diesem Gebiet wird die Insel daher auch sehr intensiv bewirtschaftet, teilweise bis in die recht steilen Gebiete. Auf Ischia kann man nicht nur die Natur bestaunen, sondern auch die vielen. Sehenswürdigkeiten auf sich wirken lassen. Nennenswert ist hier das „Castello Aragonese“ in Ischia Ponte. Diese Festung liegt auf einem Felsen vor der Küste und verfügt über einen wunderschön angelegten Garten, in dem Olivenbäume, Oleander, Kakteen und viele Palmen wachsen. Früher war die Festung sehr von historischer Bedeutung. Heute ist sie im Privatbesitz, steht aber der Öffentlichkeit für Besichtigungen offen. Eine weitere Sehenswürdigkeit befindet sich gegenüber vom Castello Aragonese, die „Spiaggia di Cartaromana“. Hierbei handelt es sich um einen Strandabschnitt, an dem der Meeresvulkanismus noch aktiv ist. So ist das Wasser hier das ganze Jahr über wohlig warm, sodass Sie auch im Winter ihre Badeklamotten nicht vergessen sollten. |
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Mit 46 Quadratkilometern ist Ischia die größte Insel am Golf von Neapel. In insgesamt sechs Gemeinden leben auf der Insel rund 70.000 Einwohner.