Insel Lampedusa

Lampedusa ist die größte der drei „Pelagischen Inseln“, die zwischen Tunesien und Sizilien liegen. Die Insel gehört zur der italienischen Provinz Agrigento und ist knapp 20 Quadratkilometer groß. Die Entfernung bis zu sizilianische Küste beträgt knapp 200 Km, bis zu tunesische Küste sind es hingegen nur knapp 110 Km. Ihr höchster Punkt ist mit knapp 110  Metern über dem Meeresspiegel der „Albero Sole“.

An der Nordküste befinden sich sehr viele steile Klippen, während Sie an der Südküste viele Buchten und wunderbare Sandstränden finden, die zu dem schönsten Italien zählen. In den letzten Jahren hat die Insel auf politischer Seite mit sehr vielen afrikanischen Flüchtlingen zu kämpfen. Immer wieder kommt es zu Schiffsunglücken, denn die Insel Lampedusa gilt als Vorposten der Insel Sizilien.

Auf der Insel fand man Spuren von griechischen, römischen und arabischen Siedlungen, sodass man davon ausgeht, dass die Insel den Seefahrern als Stützpunkt diente. Im Jahre 1834 kam Kapitän Bernardo Sanvisente mit 120 Männern und Frauen nach Lampedusa, um die Insel dauerhaft zu besiedeln. Im Zweiten Weltkrieg war die Insel Ziel von vielen Bombenangriffen, da sie strategisch wichtig gelegen war.

Der Hautport der Insel heißt ebenfalls Lampedusa und zählt dauerhaft über 4200  Bewohner. Allerdings sind es während der Hauptreisezeit locker 10.000 Menschen und mehr, die sich hier aufhalten. In der Hauptstadt befinden sich auch der Hafen sowie ein kleiner Flughafen. Die Einheimischen leben überwiegend vom Tourismus, vom Fischfang und von der Produktion von Fischkonserven.

Neben traumhaften Stränden und einem warmen Klima bietet Lampedusa auch viele Sehenswürdigkeiten, wie die Kirche an der Südküste, in der sich die bedeutende „Madonna Porto Salvo“ befindet und die Schutzpatronin der Insel ist. Da Lampedusa geografisch zum afrikanischen Kontinent gehört, herrscht hier ein sehr heißes Klima. Mit gerade einmal 300 Millimetern Niederschlag im Jahr, regnet es äußerst selten.

Wirklich schön ist Lampedusa allerdings nur an den Küstenregionen, denn das Innere der Insel ist aufgrund von fehlenden Quellflüssen und Regen sowie einem falschen betriebenen Ackerbau weitestgehend verödet.  An der Südküste gelegen, befindet sich die kleine Insel „Isola die Conigli“, auf der die vom aussterben bedrohte Art der Karettschildkröte einen Platz für ihre Eiablage gefunden haben. Dieser Abschnitt, sowie weite Teile von Lampedusa stehen Heute unter Naturschutz.

An der Küste leben viele Fische, darunter Delphine, Wale und Schildkröten. Aufgrund des Artenreichtums und des kristallklaren Wassers kommen hier Taucher voll und ganz auf ihre Kosten.
Ein Naturerlebnis ist auch der Strand „Spiaggia delle conigli“, der Strand der Hasen. Die meisten Touristen halten sich am Badestrand auf, der sich südlich der Insel befindet. Hier finden Sie einen ganz feinen hellen Sand, Buchten aus Kalkstein und ein türkisblaues Meer.

Besonders schön ist Lampedusa am 24. August eines jeden Jahres, wenn das traditionelle Fest zur Ehre „San Bartolo“ stattfindet.

Erreichen können Sie Lampedusa von Palermo und Catania aus, da von hier täglich Flugverbindungen bestehen. In der Saison wird die Insel aber auch von vielen anderen Flughäfen angeflogen. Zudem geht täglich von „Porto Empedocle“ eine Fähre. 
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