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Insel Procida
Die Insel Procida liegt im Golf von Neapel und bietet rund 10.000 Einwohnern ein zu Hause. Die Insel, mit dem gleichnamigen Hauptort liegt zwischen dem Capo Miseno und der Insel Ischia und ist weniger als vier Quadratkilometer groß. Die Küste ist rund 16 Kilometer lang und mit 91 Metern ist der „Terra Murata“ die höchste Erhebung der Insel Procida.
Entstanden ist die Insel durch die Eruption von vier Vulkanen, die allerdings heute nicht mehr erkennbar sind. Die Insel ist die ursprünglichste und gleichzeitig die kleinste der Inseln im Golf von Neapel. Die Saison beginnt hier im Juni und endet Anfang Oktober. In diesem Zeitraum ist es zwischen 21 und 30 Grad Celsius warm und es gibt durchschnittlich vier Regentage. Beste Voraussetzungen also, um Procida und die Leute auf der Insel kennen zu lernen. Erreichen könne Sie die Insel Procida nur über das Wasser. Dies ist von Neapel, Pozzuoli und Ischia aus möglich. Von Neapel aus wird die Insel von einer Autofähre angesteuert. Von Ischia aus fahren zudem noch Tragflächenboote zum Hafen „Marina Grande“ auf der Insel Procida. Zwar ist dies die schnellste Variante der Überfahrt, allerdings auch die kostenintensivste. Vom Hafen aus haben Sie einen wunderbaren Blick auf die pastellfarbenen Fischerhäuschen und bemerken gleich den ganz eigenen Reiz dieser Insel. Im ersten Augenblick wird Ihnen die Insel wie ein schwimmender Garten vorkommen. Denn neben vielen wild blühenden Gärten finden Sie hier sehr viele Zitronen- und Orangenhaine. Grün soweit das Auge reicht. Auf den zweiten Blick werden Sie merken, dass die Insel vom Massentourismus weitestgehend verschont geblieben ist. Die Bewohner der Insel selbst haben dies in der Hand, denn sie wollen hier keine großen Hotels, damit die Schönheit der Insel erhalten bleiben kann. Zudem finden Sie im Hauptort Procida Restaurants und Cafes. Der Ausgangspunkt für viele Besichtungstouren ist der Hafen „Marina Grande“, von dem aus Sie gut zu der Kirche „S. Maria delle Grazie“ kommen. Von hier aus haben Sie einen bezaubernden Ausblick auf den Vulkankrater „Corricella“. Auf dem höchsten Punkt des Ortes befindet sich die Abtei „San Michele Arcangelo“, mit der „Biblioteca Abbazia“ (Bibliothek der Abtei). Etwas weiter unterhalb der Abtei befindet sich der Adelspalast, in dem heute die älteste Seefahrtsschule Italiens, das „Istituto Nautico Francesco Caracciolo“ untergebracht ist. An der Südwesteküste finden Sie viele schöne Strände sowie einen Yachthafen Chiaiolle. Dieser ist über einen Steg mit dem Inselchen Vivara verbunden und zusammen mit der Insel Procida bereits seit 1974 ein Naturschutzgebiet, in dem sehr viele selten Vögel und Pflanzen eine Heimat gefunden haben. Weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist Procida aufgrund ihrer Karfreitagsprozessionen, die ihren Ursprung im Jahre 1627 haben. Hierbei werden am Karfreitag religiöse Reliefdarstellungen des Leidens Christi durch die Straßen getragen. In der Nacht des Karfreitags wird eine Holzstatue Jesus Christus auf dem Rücken der Gläubigen bis zum höchsten Punkt der Insel gebracht. Vom Samstagmorgen an findet hier bis in den späten Abend eine Trauerprozession statt, die von klagenden Trompeten begleitet wird. Ein Historienschauspiel, dass Sie sich in keinem Fall entgehen lassen sollten. |
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