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Insel Sant Antioco
Sant Antioco ist eine Insel vor der südwestlichen Küste Sardegna der Provinz Carbonia Iglesias in der Region Sardinen. Mit knapp 110 Quadratkilometern ist die Insel die viertgrößte von ganz Italien. Über eine fünf Kilometer lange Brücke ist Sant Antioco mit der Gemeinde „San Giovanni Suergiu“ auf Sardinien verbunden. Zusammen mit der „Isola die San Pietro“ bildet Sant Antioco das Sulcis Archipel, wozu allerdings auch noch ein paar unbewohnte und sehr kleine Inseln, wie die „Isola la Vacca“ gehören.
Auf der Insel gibt es zwei Städte: Sant Antioco und Calasetta. Der Hautport ist Sant Antioco, in dem rund 12.000 Menschen leben, während in Calasetta nur gut 3.000 Menschen zu Hause sind. Des Weiteren gibt es noch viele kleine Ortschaften, die allerdings oft nur im Sommer bewohnt sind. Bekannt ist Sant Antioco bereits seit der prähistorischen Zeit. Um 900 v. Chr. wurde von den Phöniziern hier der Ort „Solki“ gegründet. Um 600 v. Chr. wurde Solki von den Karthagern erobert. Leider sind aus diesen Zeiten kaum noch Überreste erhalten geblieben, denn durch die zahlreichen Schlachten während der Punischen Kriege wurde hier vieles zerstört. Der Hafen war früher einer der wichtigsten Abfertigungsplätze des Mittelmeers für Frachtgut, wie kostbare Metalle und Mineralien. Im Mittelalter gab man diese Stadt jedoch völlig auf. Um 1770 wurde der Sant Antioco von den Liguren und Genuesen in deren charakteristischen geometrischen Straßenformationen angelegt. Heute präsentiert sich die Insel mit wunderschönen Badestränden, einem türkisfarbenen und kristallklaren Wasser und einer großen Portion Lebenslust. Zu den schönsten Badestränden gehören die „Spiaggia Maladroxia“, der „Turri Caletta“ und der „Calalunga“. Alle Stände bestehen aus einem ganz feinen Sand und werden durch Felsvorsprünge voneinander getrennt. Im Hautport Sant Antioco befindet sich neben den wunderschönen Stränden und dem äußerst sehenswerten Touristenhafen eine Pfarrkirche aus dem 12. Jahrhundert. Sie liegt in der Altstadt und bestand ehemals aus drei Schiffen. Leider ist von denen nur die mittlere Kirche erhalten. Interessant sind auch die Katakomben unter der Kirche und weiten Teilen der Stadt, die einst als punische Gräber dienten. Heute werden die antiken Grabkammern in der Altstadt teilweise von den Bewohnern als Unterirdische Depots genutzt. Eine weitere Touristenattraktion ist die kleine Festung aus dem 18. Jahrhundert. Des Weiteren sehr sehenswert ist das archäologische Museum „Sant Antioco“, in dem Sie viele Funde der unterirdischen Nekropolis der Punier bestaunen können. Viele weitere archäologische Funde, wie punische heilige Stätten sowie verschiedene Reste von einem römischen Steinmausoleum können Sie ebenfalls in Sant Antioco besichtigen. Sant Antioco liegt am Fuße der Su Pisu, eine alte Burg die vor wenigen Jahren erst komplett restauriert wurde. Sportmöglichkeiten stehen Ihnen auf Sant Antioco sehr viele zur Verfügung, wobei besonders das Sportfischen sehr attraktiv ist. Allerdings kommen auch Taucher, Trekkingfreunde und Wanderer der Insel voll und ganz auf ihre Kosten. In den Sommermonaten ist es hier recht voll, sodass Sie von der Ruhe und dem Charme der Insel nicht mehr viel spüren. Empfehlenswert sind daher der Frühling und der Herbst, wenn die Touristenströme abziehen, dann haben Sie teilweise die schönen Strände ganz für sich alleine. |
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