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Insel Stagnone
Die „Isole dello Stagnone di Marsala“ ist eine kleine Inselgruppe im Mittelmeer, die sich kurz vor der sizilianischen Westküste in Süditalien befindet. „Stagne“ ist italienische und bedeutet so viel wie „Teich“, was in der 2000 Hektar großen Lagune vor der „Isola Grande“ begründet ist. Traditionell dient die Lagune der Salzherstellung in der“ Via del Sale“(Salzstrasse) und ist seit 1984 als regionales Naturreservat mit dem Namen „Isole dello Stagnone“ unter Naturschutz gestellt.
Die Inseln die zu dem Ägadische Archipel gehören, verfügen über eine einzigartige Flora und Fauna. Hier wächst beispielsweise die Aleppo-Kiefer, viele Zwergpalmen sowie Bambus und die nur hier wachsende Meersstrand-Ringelblume. Auch die Fauna an der Küste ist sehr artenreich, zudem gibt der Abschnitt sehr vielen Singvögeln eine Ruhestelle zum Nisten. Die größte Insel der Inselgruppe Stagnone ist die „Isola Grande“, die sehr flach, sandig und noch recht jung ist. Hier findet man zahlreiche verlassene Salinen und Sandstrände: Eine Weitere bedeutende Insel, ist die Insel „Mozia“, auf der sich die Ruinen der phönizischen Stadt „Motje“ befinden. Die Insel Mozia erreichen Sie nur mit dem Boot. Einmal angekommen sollte man vom Hafen aus am besten an den Überresten der Stadtmauer entlang gehen. So können Sie die Insel am besten erkunden und kommen auch an den beiden Stadttoren vorbei, die noch recht gut erhalten sind. Hier wird allerdings vermutet, dass es ursprünglich vier Stadttore gegeben haben muss. Auf der Rundreise an den Mauerresten kommen Sie zudem an vielen Kultstätten und Heiligtümern vorbei. Die Ruinen der Insel sind deshalb so interessant, weil die damalige Stadt nach der Zerstörung von Dionysios von Syrakus nie mehr neu besiedelt wurde. So hatten Archäologen die einmalige Gelegenheit, eine Phönizierstadt im Ganzen auszugraben und zu untersuchen. Die Funde können Sie im „Whitaker Museum“ bestaunen. Anfang des 19. Jahrhundert kaufte der englische Archäologe kurzer Hand die Insel und begann mit seinen umfangreichen Ausgrabungen. Mehr als 10.000 Funde, von denen viele sehr gut erhalten sind, gab er an das Museum, dass nach ihm benannt wurde. Hier befinden sich sehr viele Keramiken, Kleinplastiken und viele Münzen. Eine weitere Insel der Inselgruppe ist die Insel „Santa Maria“, die gänzlich unbewohnt ist. Sie ist sehr klein und befindet sich nördlich der Lagune. Die kleinste Insel ist die Insel „La Schola“. Sie ist gerade einmal 80 x 50 Meter groß. In der römischen Zeit befand sich hier eine Rhetorikschule, woher auch der Name rührt. Hier können Sie noch viele Häuserreste bestaunen, allerdings ist die Insel völlig unbewohnt. In den Sommermonaten ist auf der Miniinsel recht viel los, denn jeder möchte dieses kleine Eiland einmal betreten und sehen. Herschippern können Sie mit einem der vielen Touristenboote. Da in dem Gebiet der Inselgruppe die heißen Südwinde und die frischen Nordwinde aufeinander treffen, ist jede Insel ein Eldorado für Surfer. Die Wellen können sich aufgrund der Winde zu jeder Jahreszeit sehen lassen. Allerdings kann man auch wunderbar Segelboot fahren sowie Schwimmen, Tauchen und Schnorcheln. |
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