Triest

Die norditalienische Hafen- und Großstadt Triest ist Sitz des katholischen Bischofs. Als Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der Region Friaul-Julisch Venetien leben hier ca. 207.000 Triestini auf ungefähr circa 85 Quadratkilometern.

Informationen über Triest

Zwei Observatorien, eins für Astronomie, eins für Geophysik und seit 1924 auch eine Universität gehören zu Triest. Die Versicherungsgesellschaft Genrali hat hier ebenso ihren Sitz wie das Schiffsfahrtsunternehmen Lloyd Triestino, dass einst das österreichische Unternehmen Lloyd war.

Trotz seiner Lage dicht am Meer ist es in Treste an ca. 200 Tagen im Jahr Windstill, was auch das mediterrane Klima im hohen Norden noch angenehmer macht. Die heißen trockenen Sommer haben eine durchschnittliche Temperatur von ca. 25 Grad und die regnerischen Winter einen Durchschnitt von circa 8 Grad.


Triest, früher Tergeste – abgeleitet von „Terg“, was „Markt“ bedeutet, wurde erstmals um das Jahr 104 vor Christus erwähnt. Es war eine Ansiedlung auf dem heutigen Stadthügel San Giusto.

Triest ging durch viele Hände, bis es sich dann schließlich 1382 in die Habsburgisch-Österreiche Herrschaft unter der Führung Leopolds III von Österreich begab. Maria Theresia und Joseph III sorgten dafür, dass Triest wirtschaftlich auf den empor in der Region stieg, in dem sie die Stadt auch städtebaulich veränderten und aufwerteten. Damals noch unter ungarisch-österreichischem Einfluss nahm Triest mit dem einzigen großen Seehafen der Region eine wichtige strategische Stellung ein.

Triest erhielt den Titel „die allergetreuste Stadt“ da es während der italienischen und ungarischen Revolutionen Österreich-Ungarn treu blieb. Anfang des 20. Jahrhundert bemühten sich viele hier lebenden Italiener, das italienischsprachige Gebiet von Ungarn-Österreich loszulösen. Viele Kämpfe und Demonstrationen fanden statt. Trotz der vielen politischen und nationalen Probleme blühte Triest wirtschaftlich und kulturell weiter auf.


Seit dem Beginn des Oktobers 1922 lag Triest unter der faschistischen Herrschaft von Mussolini und konnte sich erst gegen Ende des zweiten Weltkriegs von Faschismus befreien. Im zweiten Weltkrieg wurde auf Veranlassung eines höheren SS- und Polizeiführers in einem Vorort von Triest das einzige sich auf italienischem Boden befindliche Konzentrationslager erbaut, was aber 1945 von der SS selbst zur Verwischung der Spuren teilweise gesprengt wurde. Erst im Jahre 1962 wurde Triste zur Hauptstadt der Provinz Friaul-Julisch-Venetien.

Ausflugsziele rund um Triest

Außerhalb der Stadt gibt es noch viele weitere Sehenswürdigkeiten, die hier kurz angemerkt seien. Da wäre der Faro della Vittoria, ein „Siegesleuchtturm“, der zum Gedenken an die auf See Gefallenen zwischen 1924 und 1928 errichtet wurde. Ferner ist hier die Tram de Opcina, eine historische Berg- und Straßenbahn die Anfang des 20. Jahrhunderts das Hinterland und den Villenort Villa Opicina miteinander verband.

Persönlichkeiten

Neben dem italienischen Formel1-Rennfahrer Andrea de Adamich, der 1941 hier geboren wurde, zählen auch Namen aus alten Zeiten zu den bekannten Kindern dieser Stadt.
Da wäre zum Beispiel der 1822 geborene Napoléon Joseph Charles Paul Bonaparte, der ebenso wie der 1822 geborene Jérôme Napoléon Charles Bonaparte Neffen des Napoléon Bonapartes waren.
Auch seine Nichte Mathilde Lätitia Wilhelmine Bonaparte wurde 1820 in Triest geboren.
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